#11 Awanui – Cape Reinga – Te Paki – Rawene

Der kleine zum Motel gehörende Campground hier in Awanui ist vollkommen in Ordnung, hat jedoch keine öffentliche Küche… aber wir haben ja einen Campingkocher und der Ort ist ein guter Ausgangspunkt für eine Tagestour zum CAPE REINGA.

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Oft gibt es hier Brücken mit nur einer Fahrspur
Oft gibt es hier Brücken mit nur einer Fahrspur

Unser roter Faden auf der bisherigen Reise ist der Spruch: „Und schon wieder sieht’s ganz anders aus!“ Und genau so war es auch alle paar Kilometer. Von Awanui aus fährt man zuerst durch flaches Weideland, bis vor einem die ersten Hügel auftauchen. Diese werden zu größeren Hügeln, über welche sich die Straße nun schlängelt, bergauf und bergab. Man fühlt sich spätestens dann in Irland, wenn auf den saftig grünen Wiesen Schafe und Kühe grasen und gelbe Blumenteppiche die Straße säumen. Moment! Irland? Nein hier sieht es doch eher aus wie in Australien… zumindest im weiteren Verlauf der Straße nach Norden, denn hier wird die Erde plötzlich hinter einem Hügel rot und die Vegetation wandelt sich zu einer eher trockenen Landschaft. Selten tauchen ein paar kiefernähnliche Gewächse im sonst eher durch Buschwerk geprägten Land auf und zum Cape hin werden die Pflanzen immer kleiner, bis sie am dortigen Leuchtturm nur noch mannshoch sind. Kennen wir so etwas nicht auch aus Kroatien?! Am nördlichsten Punkt des Landes merkt man dann doch: Wir sind in Neuseeland!! 🙂

Sanddünen...
Sanddünen…
...aus der Ferne
…aus der Ferne

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Und was ist das für ein wunderschöner Leuchtturm!! Ein Traum! Über 18000 Kilometer sind es von hier nach London. Und der Ausblick wie auch die gesamte Küste, welche hier viele Meter hinabfäĺlt, sind fantastisch. Hier treffen der Pazifische Ozean und die Tasmansee zusammen und während für uns der Ort einfach nur schön ist, gilt er den Māori als heilig, begeben sich die Seelen ihrer Toten doch von hier aus zurück nach Hawaiki, von wo der Legende nach der Pazifikraum durch die Polynesier besiedelt wurde. Sehr beeindruckender Ort!!

wpid-imgp1097.jpgwpid-imgp11112.jpg.jpegwpid-imgp1088.jpgwpid-imgp1082.jpgNach einem langen Aufenthalt am Leuchtturm fuhren wir dann aber doch weiter – zu den TE PAKI SANDDÜNEN. Diese gigantischen, teilweise über 100 Meter hohen Wanderdünen erreicht man über eine sehr schöne Gravel Road, eine unbefestigte Schotterstraße, welche aber sehr gut zu befahren war. Dies mag wohl auch an den Touristen-Bussen liegen, welche auf dem Weg von Kaitaia über den Ninety Mile Beach bis hierauf fahren, um dann an den Sanddünen vorbei, über die Gravel Road, zurück zur Straße zu gelangen, welche wiederum zum Cape Reinga führt. Aber eben jene Gravel Road, gesäumt von Schafen auf mit Bäumen bewachsenen Grashügeln, ist schon ein Erlebnis, bevor sie dann jedoch jäh vor einer großen Wand aus feinstem Sand endet. Nur der kleine Parkplatz und der erstaunlicher Weise direkt am Fuß der Düne verlaufende Bach trennen uns noch von diesem beeindruckenden Werk der Natur.

wpid-imgp1031.jpgwpid-imgp10242.jpg.jpeg Wir erklimmen den ersten Hügel mit Kamera und Bodyboard ausgestattet. Leider haben wir heute einen sehr windigen Tag erwischt, was uns schon am Cape Reinga aufgefallen war. Jeder der mal eine starke Windböe an einem leeren Sandstrand erlebt hat kann sich in etwa vorstellen, wie es sich wohl auf einer riesigen Sanddüne anfühlen mag. Wir gingen aber trotzdem ein paar hundert Meter, vielleicht mehr, vielleicht weniger, man weiß es nicht dort oben und machten ein paar schöne Fotos… jedoch nie gegen den Wind, das hätte wohl sowohl uns, als auch der Kamera geschadet. An windstillen Tagen muss es hier super sein!! Nach einem anstrengenden Spaziergang über lockeren, wie auch teilweise festen Sand entschieden wir uns den kleineren Hang am Parkplatz auf unseren Bodyboards herunterzufahren… sitzend und nicht wie hier üblich auf dem Bauch und mit dem Kopf voran, dafür wäre der Wind auf Bodenhöhe einfach zu stark und körnig gewesen. 😀 Sandig, aber verdammt lustig!! Nach den Verlust eines unserer Bodyboards an den Wind und dem erfolgreichen Fund hinter der nächsten Düne – ächtz – fuhren wir schließlich wieder Richtung Süden.

wpid-imgp1158.jpgwpid-imgp1170.jpgWir kamen schließlich, nach dem Durchfahren einer Landschaft, welche uns stark an den Schwarzwald erinnerte, am HOKIANGA HARBOUR, einem Fjord im westlichen Northland, an. Dort ging es noch schnell mit einer kleinen Fähre ins am gegenüber liegenden Ufer befindliche RAWENE, zum RAWENE HOLIDAY PARK. Und dort erwartete uns beim Kochen und später vom Bett im Camper aus dieser schöne Ausblick!! Gute Nacht 😉

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Ausblick aus der Campingplatz-Küche :-)
Ausblick aus der Campingplatz-Küche 🙂

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