#14 Coromandel – Whitianga – Hahei

Tag 14 in Aotearoa! Zwei Wochen sind nun schon um und das Land zeigt sich jeden Tag von einer anderen, neuen Seite. Das Northland war geprägt von Weite, Einsamkeit und immer wieder anderer Vegetation, von Weiden über „Regenwald“ bis Buschland und Sand – viel Sand! Und nun die Coromandel Peninsula mit ihrer wundervollen Küste! Die Menschen außerhalb von Auckland sind zwar mindestens genauso nett wie dort, aber nochmal deutlich lockerer! Ich denke hier an den coolen, jungen Tankstellen Angestellten mit Surferlook in Opononi, welcher mir den Ersatztankdeckel verkaufte, nachdem ich diesen wohl in Awanui habe stehen lassen… die Dinger hängen aber auch normaler Weise direkt an der Tankklappe!! Ich bin hier aber scheinbar nicht der Einzige, denn das Regal war groß und sah gut bekauft aus. 😀 „Cheers Mate!“ war sein Abschiedsgruß, was in diesem Fall soviel wie „Viel Erfolg, mein Freund!“ heißt. Danke!! Ich denke aber auch an die zahlreichen Campingplatz Inhaber, welche diese oft mit ihrer gesamten Familie betreiben, vor allem in Coromandel, oder die etwas verrückte aber lustige und nette Dame in Awanui, welche uns an Sonja Zietlow erinnerte. Aber auf jedenfall sollten die beiden Wassergarten Betreiber erwähnt werden, sehr sympathisch! Oder eben auch Paul Swanwick, aber zu dem komme ich jetzt…

wpid-img_4830.jpgPaul Swanwick ist Fahrer einer wunderschönen kleinen Schmalspurbahn in Coromandel, der DRIVING CREEK RAILWAY und er war heute unser Fahrer, denn diese Bahn stand auf unserem Plan für den heutigen Tag! Von unserem Campingplatz in der Long Bay war es nur ein Katzensprung und so konnten wir direkt am Vormittag dieses kleine, große Vorhaben umsetzen. Am Parkplatz kam uns schon ein britisches Ehepaar entgegen, welches uns „magisches“ Erlebnis vorhersagte. Wir kauften uns auch gleich zwei Tickets am „Schalter“. Perfektes Timing, der nächste Zug fuhr auch direkt los, natürlich alles standesgemäß nach dem Entwerten der Tickets durch den Zugführer und dem Glockenleuten durch die Dame vom Schalter!

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Unten durch die doppelstöckige Brücke

wpid-img_4809.jpgwpid-img_4791.jpgwpid-img_4792.jpgRatternd kamen wir an den Töpferöfen und an Werkstätten vorbei hinaus auf die eigentliche Strecke über das natürlich und wild wirkende Gelände. Durch Kurven und Tunnel, über Wenden und Brücken, immer wieder mit Ausblick bis Waiheke Island im Hauraki Gulf, führte die Strecke bis hinauf zum Eyeful Tower. 😀 Auf dieser Aussichtsplatform erzählte uns der Fahrer – Paul Swanwick – schließlich die Geschichte der Driving Creek Railway und ihres Erbauers Barry Brickell. Dieser entschied sich nach drei Halbjahren den Beruf des Lehrers aufzugeben und kaufte sich 1961 ein Grundstück in Coromandel, um dort eine Töpferei aufzubauen, für welche er auch die ersten Teile der Driving Creek Railway baute, um Holz und Ton aus der benachbarten Tongrube zu seiner „Pottery“ zu transportieren. Ab 1973 kaufte er weitere 24 Hektar ehemaliges Weideland oberhalb seines Grundstücks und führte die Bahn dort, den Berg hinauf, fort. Außerdem startete er ein Wiederaufforstungsprojekt und pflanzte über 20.000 neue Bäume, darunter hauptsächlich die neuseeländischen Kauri Riesenbäume, welche vor der Abholzung durch die ersten britischen Siedler auf dem Gelände wuchsen. Finanziert wurde der Bau bis jetzt durch die Einnahmen der Töpferei, sowie durch Bankkredite, bis sich Ende der 1980er Jahre abzeichnete, dass ein touristischer Betrieb einen höheren Gewinn erzielen und einen Weiterbau ermöglichen würde. Am 20. Oktober 1990 öffnete die Bahn für Besucher offiziel ihre Tore und 2002 konnte die Strecke nach Jahrzehnten mit dem Eyeful Tower fertiggestellt werden. 2011 erreichte man die 1 Millionen Fahrgäste Marke, während Barry Brickell heute 80-jährig weiterhin auf seinem Grundstück lebt und sich zur Zeit unseres Besuches gerade auf den Weg nach Auckland machen wollte. Gleichzeitig hält eine Gruppe von Mitarbeitern die Strecke in Stand und kümmert sich um die zahlreichen Touristen, welche diese tolle Bahn besuchen!

wpid-img_4768.jpgwpid-img_4775.jpgNach einigen Minuten Aufenthalt und einem weiteren Glockenläuten ging es schließlich mit der Bahn wieder zurück. Hier hatten wir dann ein sehr nettes Gespräch mit unserem Fahrer, über Deutschland – er kannte Köln – und unsere Reise. 🙂

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Und oben über die doppelstöckige Brücke 🙂
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Zugwende auf einer hölzernen Terrasse hoch über dem Wasser

wpid-img_4799.jpgwpid-img_4829.jpgwpid-img_4841.jpgWas uns ebenfalls sehr gut gefallen hat war die Tatsache, dass viele Pflanzen hier Namensschilder tragen, sodass man auch einmal erfährt, welche Bäume und Sträucher einem auf der bisherigen Reise durch Neuseeland so begegnet sind. Unten am Bahnhof wieder angekommen ging es durch den schönen Shop mit zahlreichen getöpferten Gegenständen dann aber hinaus und nach einer kleinen Runde über das Gelände wieder zurück zum Auto.

Eingang eines Countdown Supermarktes
Eingang eines Countdown Supermarktes

Auf nach WHITIANGA! Hier hielt uns allerdings nichts… also nur kurz zum Countdown und weiter. Wir entschieden uns für HAHEI und das HAHEI HOLIDAY RESORT direkt am Strand. Schöner Platz und guckt euch mal diesen Strand an!! 🙂

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Hahei Beach
Hahei Beach

wpid-img_4849.jpgwpid-img_4865.jpgwpid-img_4877.jpgwpid-img_4854.jpg

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