#19 Rotorua

Ja es gibt ihn auch hier in Neuseeland, am anderen Ende der Welt, Heuschnupfen! 😦 Und er holte mich am heutigen Tag ein… aber ich hatte ja bereits in Deutschland damit gerechnet und vorgesorgt, ist hier doch im Oktober und November Frühling und alles blüht in den verschiedensten Farben, was ich ja auch bereits zahlreich fotografiert habe! Aber „Hayfever“ hin oder her, an unserem ersten Ziel heute gab es eh nichts zum riechen, zumindest nichts was man riechen möchte, denn ein GEYSIR in einem Vulkangebiet stinkt nach faulen Eiern! Besonders schön wenn gerade jetzt das Heuschnupfen-Mittel wirkt – schlechter Zeitpunkt, aber ein richtig beeindruckendes Natur-Schauspiel! Der POHUTU GEYSER im TE PUIA Park kann bis zu 30 Meter hoch werden und um die 20 mal am Tag ausbrechen. Er gehört damit zu den zuverlässigsten Geysiren weltweit und ist der größte der südlichen Hemisphäre und wir standen vielleicht 15 Meter davon entfernt.

Nach ein paar Minuten war das Spektakel leider erst einmal vorbei bzw. es ebbte ein wenig ab, sodass wir uns entschieden den restlichen Park zu durchqueren. Die Sonne, die Erdwärme und der unangenehme Geruch wenn man mal wieder durch eine nach Schwefel riechende Wolke lief, welche neben den Wegen immer mal wieder aufstiegen, setzten uns dann schon ein wenig zu – also erstmal ab in den Schatten eines kleinen Unterstandes.

Nach der Pause samt kühlendem Eis ging es dann noch ins KIWI HOUSE, in welchem zwei junge Kiwis aufgezogen werden sollten. Gegenüber ihrer Behausung – im Inneren des kuppelartigen Gebäudes war es dunkel – waren Bildschirme angebracht, auf welchen wir einen der kleinen Nationaltiere, dank Nachtsichtmodus, bei der Fell-/Feder-/Haarpflege beobachten konnten. Süße kleine Kugel! 🙂 Wieder draußen ging es dann aber auch zurück zum Auto und nach einer erneuten Sonnen-Auszeit weiter zum nächsten Halt in Rotorua – zum REDWOOD FOREST!!

Dort angekommen vielen mir als erstes die tollen öffentlichen Toiletten auf. Und nein, ich suche nicht extra alle schönen Klos in Neuseeland auf!! Nach den durch Hundertwasser gestalteten Toiletten in Kawakawa waren es nun aus Cortenstahl geformte und an die umgebendem Redwoods erinnernde öffentliche Erleichterungsanstalten. Dazu wurden noch Tiere, Pflanzen und geschwungene Māori-Elemente ausgefräst. Toll! 🙂

Leider musste ich mich dann aber von dem netten Anblick trennen – ohje, hoffentlich hat sich keiner beobachtet gefühlt – denn wir gingen anschließend den Berg hinauf durch immer größer werdende Redwoods. Man kann sich kaum vorstellen, dass dies ein eher junger Wald war und diese Giganten in ihrer kalifornisches Heimat noch deutlich größer sind!! Wir jedenfalls waren absolut überwältigt von der Größer dieser Bäume, aber auch der anderen hier vorkommenden Pflanzen, wie dem Riesenfarn. Dieses beispielhafte Exemplar fanden wir am Ende unseres Weges auf einer Lichtung.

Von dort aus nahmen wir einen anderen Rückweg, etwas schmaler, etwas verwundener und vor allem mit noch größeren Redwoods. Und unten Richtung Parkplatz fanden wir einen kleinen, wohl durch Vulkanismus gezeichneten Teich, dessen Wasser- und Grundfarbe nicht sehr einladend, wenn nicht sogar lebensfeindlich aussah. Aber er passte als Kontrast absolut in diesen Wald.

 

Da es dann doch schon später war entschieden wir uns das Angebot des Campingplatzes anzunehmen und blieben eine dritte Nacht dort – kostenlos. 🙂

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