#20 Rotorua – Matamata (Hobbiton) – Taupo

Auf ins Hobbitland!! Wenn man schonmal hier ist muss man auch zum Drehort der Herr der Ringe und Hobbit Filme, nach HOBBITON. Doch erstmal auf Anfang. Wir waren noch immer in Rotorua und hatten nun eine etwa einstündige Fahrt nach MATAMATA vor uns, ein kleines Städtchen irgendwo zwischen Tauranga und Hamilton. Und von der dortigen i-site ging es dann mit dem Bus hinaus ins Land rund um Matamata, denn das Filmset liegt auf einer privaten Farm. 1999 klopfte ein Mitarbeiter Peter Jacksons an die Tür der Familie Alexander und fragte, ob er sich ihr Land ansehen dürfte, auf der Suche nach einer Kulisse. Der Farmer willigte ein, mit der Bedingung, man könne alles machen, möge aber bloß nicht seine Schafe vermischen! Peter Jackson suchte für seinen neuen Film einen Hügel mit einem See davor und einen alten Baum an dessen Ufer – und fand diese Szenerie hier einige Wochen und Rücksprachen mit seinem Mitarbeiter später hier vor. Der Vertrag war schnell unterzeichnet, Stillschweigen vereinbart und so wusste niemand was sich auf dem Gelände der Alexander-Farm tat – und das war viel! Als erstes baute die neuseeländische Armee eine Straße bis zum eigentlichen Drehort – die damals einzige Möglichkeit der Regierung Peter Jackson bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Anschließend wurde Erde bewegt, Hütten gebaut, Bäume und Sträucher gepflanzt und Parkplätze sowie Unterkünfte angelegt. An Drehtagen sollen es mehrere hundert Autos auf dem Gelände gewesen sein – und natürlich auch am Film beteiligte Menschen. Und wenn Peter Jackson ein Detail nicht passte, wurden auch mal Schafe und Frösche umgesiedelt, aus Apfelbäumen wurden Pflaumenbäume, durch Ankleben und Bemalen von Blättern und natürlich gab es auch etliche Tricks um Hobbits kleiner aussehen zu lassen, wie hintereinander statt nebeneinander gehen oder das Drehen zweier Szenen – eine in einer normalgroßen Hütte und eine in einer kleineren, aber identisch aussehenden Hütte, zum Beispiel wenn Gandalf in Bilbo’s Haus eintritt. Verrückt, aber interessant! Dies ging dann knapp drei Monate so, ehe die Filmarbeiten in Hobbiton beendet waren und der Rückbau startete. Nur starke Regenfälle verhinderten ein Fortschreiten der Arbeiten, während immer mehr Schaulustige das Gelände auf eigene Faust erkundeten. Als es etwa 1000 ungebetene Gäste pro Tag auf der privaten Farm waren, beschlossen die Alexanders Führungen anzubieten. Und durch die erneute filmische Nutzung in den Hobbit-Filmen wurden die bereits zurückgebauten Hütten rekonstruiert und das Auenland wieder hergestellt. Ganze 12 Tage wurde gedreht. Aber diesmal soll alles erhalten bleiben und Touristen und Filmfans aus aller Welt erfreuen – so auch uns!

 

 

Denn wir waren schon überrascht wie realitätsnah und liebevoll Hobbiton angelegt wurde. Man glaubt man stehe wahrhaftig im Film nachdem man vom Bus durch einen schmalen Weg zu den ersten kleinen Hobbit-Häusern gelangt – wie einst Gandalf auf seinem Wagen gefolgt von Frodo. Immer unserem Tourguide folgend, welcher ebenfalls sehr nach Hobbit aussah und eindeutig seine Arbeit liebte, kamen wir an allen wichtigen Schauplätzen vorbei. Bilbo’s Haus, dem Feierbaum, gegen Ende an Sam’s Haus und vielen mehr… Die beiden kleinen Kinder, die am Filmende die Kinder von Sam und seiner Frau spielen, sind übrigens die echten Kinder des jeweiligen Schauspielers. 😉 Nach dem Rundgang durch Hobbiton ging es dann über die steinerne Brücke und an der leider gerade im Baugerüst befindlichen Mühle vorbei in den „Green Dragon“, der Dorfkneipe. Hier gab es für jeden ein leckeres Getränk nach Wahl, hatte sich die Filmcrew damals doch dazu entschlossen am Drehort ihr eigenes Bier zu brauen. Wir wählten Cider und Ingwer-Bier, welches wirklich der Hammer ist!! Da könnte man sich glatt dran gewöhnen, wie eigentlich auch an den Gedanken hier in Hobbiton zu wohnen, so real und einladend sieht es aus! Echt erstaunlich was ein halbes Dutzend Gärtner hier leistet. Leider war die Tour viel zu schnell vorbei und wir gingen noch einmal am Rande Hobbitons vorbei zurück zum Bus und mit diesem wieder zur i-site in Matamata.

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Nach einer kurzen Essenspause am Camper fuhren wir mit selbigem weiter – nach TAUPO. Hier erwarteten uns, auf dem Weg dorthin, zuerst die in voller Blüte stehenden, gelben, an Ginster erinnernden Pflanzen und später bei der Ankunft in Taupo ein toller Blick über den LAKE TAUPO bis hinüber zu TONGARIRO, NGAURUHOE und RUAPEHU, den drei Vulkanen im Herzen der Nordinsel, welche in Mittelerde Schauplatz Mordors waren. Viele Drehorte an einem Tag!! Bis Morgen.

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