#22 Taupo

Heute wollten wir in See stechen, allerdings erst gegen Mittag und so gingen wir zuerst durch die Innenstadt und anschließend wieder in die Bücherei, obwohl das Internet in dieser Stadt wirklich schlecht ist. An Hochladen von Bildern war nicht zu denken, das Wetter war jedoch auch eher wolkig und so befürchteten wir schon, unser Segelturn könnte kalt und ungemütlich werden… wurde er aber nicht, denn pünktlich zu Beginn unserer Fahrt klarte der Himmel auf und die Sonne strahlte auf den Lake Taupo. Am Hafen angekommen waren es schließlich mit uns und dem Kapitän zehn Personen an Bord der „FEARLESS“, welche mit Sitzkissen und vor allem sehr gemütlichen Sitzsäcken ausgestattet war. Eine nette kleine Tour also und viel einzigartiger als die für den gleichen Preis verkehrenden Touristen-Schiffe.

Wir legten jedenfalls ab und fuhren ein Stück weit mit Motor hinaus auf den See ehe uns der Kapitän, welcher an Kevin Costner erinnerte, erklärte, wir sollten die Köpfe einziehen oder uns am besten etwas tiefer setzen, er würde jetzt segeln! 🙂

Klasse, so geräuschlos über den See zu gleiten und die Aussicht auf Taupo und das Tongariro Gebirge zu genießen. Nach einer halbstündigen Fahrt, auf der wir scheinbar nur 6% des Sees kennenlernten, erreichten wir schließlich die ROCK CARVINGS, ein mehrere Meter hohes Abbild eines Vorfahren jener Künstler, welche dieses Portrait vor ein paar Jahrzehnten in den Fels meißelten. Damals wurde es eher als „Graffiti“ angesehen und so mussten sie es erst als Kunst anerkennen lassen, um ihr Werk nach einigen Sommern zu vollenden. Niemals mit dem Gedanken eine Touristen-Attraktion zu erschaffen, sollte es ein Geschenk werden und eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sein.

Unser Kapitän nahm sich jedenfalls viel Zeit um uns die kleinen Details des Abbilds sowie der kleinen Figuren auf den seitlichen Felsen zu erklären. An wärmeren Tagen hätte man sogar noch schwimmen gehen können – wir verzichteten dankend. 😀

Auf dem Rückweg gab es dann bei Cola, Bier, Wein oder Kaffee aus Seewasser und ein paar Keksen noch weitere Infos über den See und die Bewohner von Taupo. So gehört zum Beispiel der Grund des Lake Taupo den Māori und so müssten alle für die Nutzung des Sees eine Abgabe zahlen. Der See selber ist übrigens fast so groß wie Singapur und damit größer als der Bodensee! Wir segelten jedenfalls langsam zurück und genossen die Sonne und das Rauschen der kleinen Wellen, während über uns Skydiver aus den Flugzeugen sprangen. „It’s like human confetti all day long!“ waren die Worte des Kapitäns, welcher auch sonst ein spaßiger Typ war. Leider kamen wir nach langer und sehr schöner Fahrt auch mal wieder am Hafen an, sehr zum Bedauern aller. Insgesamt waren wir etwa zweieinhalb Stunden unterwegs und damit deutlich länger und vor allem viel entspannter als mit einem Touristen-Boot. Ein besonderer Tag mit der „Fearless“ auf dem Lake Taupo!!

2 Gedanken zu “#22 Taupo

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