#26 Waitara – New Plymouth

Das Wetter war heute leider nicht das beste und auch wir waren nach dem gestrigen Tag nicht in bester Verfassung, also beschlossen wir uns zwei Museen in der Stadt anzusehen – also in NEW PLYMOUTH. Den Anfang machte PUKE ARIKI, dessen Hauptthema die Entstehung der Taranaki-Region samt ihrer Vulkane und Küsten. Hierbei ist interessant, dass es über die Jahrtausende immer wieder zu Ausbrüchen verschiedener Vulkane kam, welche das Land wachsen ließen und das Meer verdrängten. Der letzte und immer noch sichtbare, ruhende Vulkan ist der Mount Taranaki, erst vor 135.000 Jahren entstanden und das letzte Mal 1854 ausgebrochen. Schön jetzt nochmal etwas über den Berg zu erfahren, welchen wir gestern noch bestiegen und so perfekt vom Lake Mangamahoe aus bewundern konnten. Das Umland des selbigen ist also deshalb so flach weil es sich hierbei um erkaltete Lava handelt, welche ins Meer floss und so neues Land schuf. Hinzu kommt allerdings eine nicht unbedeutende Ascheschicht der verschiedenen Vulkanausbrüche. Hierbei sollte auch noch einmal der Lake Taupo erwähnt werden, welcher ein riesiger Kratersee ist und dessen Ausbrüche vor längerer Zeit die gesamte Nordinsel mit zusammengerechnet 12 Metern Asche bedeckt haben – Wahnsinn! Weiter ging es im Puke Ariki mit der jüngeren Geschichte der Region, den Pflanzen und Tieren und schließlich mit der Bevölkerung. Zuerst durch viele Māori besiedelt – gilt die Region doch, durch die fruchtbaren vulkanischen Böden, als Garten Neuseelands – kamen schließlich die Briten durch James Cook nach Taranaki und wandelten sowohl die Natur wie auch die Kultur. Das Museum erzählt hier unter anderem von Abholzung, Unterdrückung und Aufständen. Heute leben beiden Kulturen zum Glück Seite an Seite, jedenfalls das was von ihnen übrig ist. Allerdings ist von dem einstigen Regenwald nur noch der EGMONT NATIONAL PARK erhalten, welcher sich kreisrund um Taranaki erstreckt und dadurch sogar vom Weltall aus sichtbar ist. Zum Schluss gab es zudem noch die Entwicklungen der jüngsten Geschichte wie in der Landwirtschaft oder Politik. Nettes Museum und wie eigentlich immer hier in Neuseeland kostenlos, gerne darf aber gespendet werden.

Am Nachmittag ging es dann mit der GOVETT-BREWSTER ART GALLERY weiter, welche eine tolle Architektur versprach. Den erst im Juli dieses Jahres eröffneten Anbau – das LEN LYE CENTRE – kann man durch seine spiegelnde, gewölbte Edelstahl-Fassade nur schwerlich übersehen.

Und auch im Inneren der Galerie, welche für ihre zeitgenössische Kunst bekannt ist, gefielen uns vor allem die Werke des 1901 geborenen, neuseeländischen Künstlers Len Lye, dessen Kunst uns vor dem innenliegenden Pendant der Fassade fesselte. Das Licht der sich bewegenden Stäbe wirft hier, sich ständig ändernde Schatten auf den glatten Sichtbeton, ein sehr dynamischer Raum!

Ich konnte mich nur schwer wieder losreißen, allerdings drängte es uns nach dem anstrengenden Tag zurück in den Van und mit diesem auf den BELT ROAD SEASIDE HOLIDAY PARK. Ein wirklich sehr schöner Park direkt auf einer Steilküste am Hafen gelegen und mit ausgesprochen guten Einrichtungen. Und abends gab es dann nochmal einen tollen Blick über die Bucht. Cheers!

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