#31 Masterton – Cape Palliser – Martinborough

Nachdem wir gestern den Castlepoint Leuchtturm besucht hatten, war heute ein weiterer Leuchtturm unser Ziel, aber nicht nur der, denn das CAPE PALLISER bietet noch einiges mehr. Von Masterton aus ging es dabei zuerst über eine weite Ebene voller Farmen mit Schafen und Kühen, bis dann doch irgendwann wieder mal ein Gebirge auftaucht, welches es zu überqueren gilt. Jedoch tauchte nun an unserer Abbiegung ein Schild auf, dass die Straße zum Leuchtturm gesperrt sei – na toll! Um aber nicht ganz umsonst hierher gefahren zu sein, hielt ich kurzer Hand einen Wagen an und fragte den Fahrer ob das Schild aktuell sei. Freundlich und hilfsbereit wie die Kiwis nunmal sind, erklärte er, dass man vor der Sperrung parken und zu Fuß zum Leuchtturm gehen könne. Die vier Mitfahrer – zwischenzeitlich wurden sämtliche Fenster geöffnet um mitzuhören – stimmten ihm zu und wünschten alle einen tollen Ausflug. Es ist echt unglaublich, wie nett und entspannt hier einfach alle sind. 🙂 Das folgende Gebirge war dann zwar nicht sehr groß, aber an einigen Stellen schon sehr steil. Doch wenn man nach einer Kurve auf einem „saddle“ ankommt und bei der anschließenden Abfahrt diese Küste vor sich hat, dann hat sich die Mühe gelohnt!

Nach einem kurzen Zwischenstop dort, um die Aussicht zu genießen, ging es dann weiter den Berg hinunter bis auf Wasserhöhe – Und das ist wörtlich zu nehmen, denn ein Teil der Straße wird regelmäßig von größeren Wellen überspült, sodass hier schon die Straße beschädigt ist. Während wir vor diesem Abschnitt hielten, um Fotos von dieser Szene zu schießen, fuhr ein Kiwi an uns vorbei und erwischte genau den Moment einer, über der Straße brechenden, Welle… sah super aus! Aber auch für ihn?! Bremsen tat er jedenfalls nicht und daher kommt jetzt auch die Vermutung, dass er wohl ein Einheimischer sein muss.

Wir erwischten anschließend eine trockene Durchfahrt, was fast schon schade ist wenn man bedenkt, dass wir dieses Ereignis filmen wollten. Die anschließende Strecke führte uns entlang der Küste bis zu besagtem Ende der Straße, von wo sich bereits eine Hand voll andere Camper auf den Weg gemacht haben mussten.

Im Nachhinein waren wir sogar froh über die Straßensperrung, denn so war es möglich die Schönheit dieses einsamen Weges komplett wahrzunehmen, direkt und nicht durch ein Autofenster. Und vor allem war es uns möglich während unserer Wanderung zahlreiche NEUSEELÄNDISCHE SEEBÄREN zu beobachten und das teilweise direkt neben uns!! Hier lebt nämlich eine ganze Kolonie von „NEW ZEALAND FUR SEALS“, samt kleiner, süßer Jungtiere, welche in kleinen Gruppen im Wasser spielten oder sich neben ihrer Mutter auf den Felsen sonnten. 🙂

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Ich hatte gehofft, dass er trotz der nahenden Welle sitzen bleibt… und er blieb! Sehr fotogene Tiere gibt es hier in Aotearoa!

Auf dem dritten Bild sind übrigens fünf Seebären zu sehen, auf dem vierten sind sogar acht neun zu sehen! Wer mehr finden sollte sagt bitte Bescheid. 😀

Durch ständiges Stehenbleiben, Beobachten und Fotografieren dauerte es eine Ewigkeit bis wir schließlich den Leuchtturm erblicken konnten. Was für ein perfektes, rot-weiß gestreiftes Leuchtfeuer, hoch oben auf einer Klippe gelegen und nur über 254 hölzerne Stufen einer schmalen Treppe zu erklimmen.

Aber der Ausblick von hier oben ist grandios, wobei er auch gleichzeitig der schlechteste ist hier am Cape Palliser, ist er doch der einzige ohne Blick auf den wunderschönen Leuchtturm?!

Nach einer längeren Rast auf einem Felsen am Ende der Klippen, vor einem nur noch der viel tiefer gelegene Ozean, gingen wir schließlich die Stufen wieder hinab und, natürlich durch zahlreiche Zwischenhalte unterbrochen, zurück zum Campervan.

Denn eigentlich wollten wir heute noch zu einem weiteren beeindruckenden Ort am Cape Palliser, doch durch unsere längere Wanderung, die vielen Zwischenhalte und den scheinbar nicht vorhandenen Wegweiser, konnten wir den Weg dorthin nicht finden und entschlossen uns schließlich, auch aufgrund eines leeren Tanks, den Rückweg anzutreten und am nächsten Tag, nach vorherigem Besuch einer i-site, erneut hierher zu kommen. Unser Ziel hieß heute somit MARTINBOROUGH, welches wohl für seine Winzereien bekannt ist. Unser Stellplatz lag jedenfalls auch direkt an einem kleinem Weinberg.

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Und beim Abendessen gab es dann noch ein nettes Gespräch mit einem britischen Ehepaar, er total typisch lispelnd, nuschelnd und daher nur sehr schlecht verständlich, sie total entspannt und zwar so sehr, dass man sie ebenfalls kaum verstehen konnte. Da beide aber ausgesprochen nett waren entwickelte sich irgendwie eine lange Unterhaltung, an deren Ende wir sie doch tatsächlich besser verstanden?! Ohje, jetzt geht’s lieber schlafen… gute Nacht!

3 Gedanken zu “#31 Masterton – Cape Palliser – Martinborough

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