#35 Lower Hutt – Wellington – Interislander – Picton – Waikawa

Lange habe ich jetzt nichts mehr über die Menschen erzählt, die mir begegnet sind. Doch da man nicht viel über unsere heutige Fährüberfahrt berichten kann, nutze ich die Chance dies nachzuholen, ehe dann unsere Eindrücke der wunderschönen COOK-STRAIT folgen.

Beginnen wir mit der sehr netten Campingplatz-Betreiberin in Rotorua, welche uns drei Nächte zum Preis von zweien auf ihrem Platz übernachten lies und wir so die Stadt erkunden konnten.
In Rotorua gab es außerdem den beeindruckenden Redwood-Wald, in welchem eine junge Frau ihre Geschwister erschrecken wollte, hinter einem Baum hervorsprang und sich selbst tierisch erschreckte als wir vor ihr standen. 😀
Einen Tag später erlebten wir in Hobbiton wie unser Tourguide seinen Traumjob auslebte – fast wie ein Hobbit sprang er zwischen den Hütten, Gärten und Hügeln umher und gab mit riesiger Begeisterung all sein Wissen über den Film und diesen Ort preis!
Hat schonmal jemand von Kevin Costner eine Coke spendiert bekommen? Wir schon, denn der Kapitän des Segelbootes, welches uns einen traumhaften Tag auf dem Lake Taupo bescherte, sah dem Schauspieler zum verwechseln ähnlich. Und seine lockere Art – auch beim Kaffeekochen mit Seewasser – passte perfekt zu dem wundervollen Segelturn auf der „Fearless“!
Weiter geht es mit den beiden Guides in den tiefschwarzen Höhlen von Waitomo, durch welche wir auf LKW-Reifen schwammen. Komplett entspannt gabs plötzlich Schokoladenfische im eiskalten „Blackwater“ und etwas weiter den Fluss hinab pfiffen sie doch tatsächlich „Spiel mir das Lied vom Tod“… Schaurig schön bei totaler Finsternis!
Eines der nettesten und zugleich skurillsten Gespräche hatte ich dann aber mit der royal-loyalen Campingplatz-Betreiberin in Stratford, mit der ich über die britische Monarchie und ihre Sammelleidenschaft für Motivgeschirr sprach – verrückt! 😀
Die Unterhaltung mit den beiden Franzosen und die immer nett grinsende Italienerin auf dem Campingplatz in New Plymouth darf auf keinen Fall vergessen werden! Für die Französin war es ein letzter Urlaub mit ihrem besten Freund, bevor sie versuchen wollte auf einer französichen Übersee-Insel einen Neustart als Krankenschwester zu wagen – viel Erfolg!
Schon einige Kilometer südlich lernte ich den netten Campingplatz-Betreiber in Whanganui kennen. Sehr freundlich und hilfsbereit mit freiem Internet und Tipps zum Erkunden der Region. Ihr merkt sicher, dass gerade auf den kleinen Plätzen, welche oft von ganzen Familien geführt werden, die nettesten Personen anzutreffen sind.
Das holländische Ehepaar bei den Putangirua Pinnacles, mit welchem wir uns zuerst auf Englisch verständigten, bevor die Frage nach dem woher kam, darf natürlich auch nicht fehlen. Sehr nette Menschen, wobei die Regenschirme doch eher was für Anfänger sind hier in Neuseeland, wo die Kiwis mit Flipflops und kurzer Hose auch im Winter rausgehen – mit Socken wenn es zu kalt ist. Und da ich weiß, dass ich Leser in den Niederlanden habe – schöne Grüße an die Nachbarn! 😉
Bevor wir bei den Pinnacles waren, erkundigten wir uns allerdings erst noch in der i-site von Martinborough, in welcher wir eine Mitarbeiterin des Campingplatzes vom Vortag wiedertrafen. Ihr „You shouldn’t see me again“ wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. 😀
Und zum Abschluss der Nordinsel muss unbedingt die musikalische Aufführung der zahlreichen Kinder im Botanischen Garten in Wellington erwähnt werden! Tolle Sache und danke an alle für die schönen Momente!

Jetzt geht es aber um den heutigen Tag, welchen wir in Lower Hutt mit dem Besuch eines Einkaufszentrums begannen, da wir erst gegen Mittag die Fähre gebucht hatten. Hier gab es auch wieder unseren bereits aus Auckland bekannten „Typo“, welcher uns an den skandinavischen „Søstrene Grene“ erinnerte und viele schöne Kleinigkeiten im Angebot hat! Und nachdem wir etwas gegessen hatten – in Ermangelung eines Platzes zum Kochen – machten wir uns auf den Weg zum Fähranleger der INTERISLANDER in Wellington, welchen wir nach kurzem Verfahren natürlich direkt fanden. 😀

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Eine halbe Stunde Warten hieß es etwa, bis wir auf das Schiff fahren sollten. Rampe hoch, einmal wenden und die nächste Rampe hoch, nochmal wenden und schon standen wir irgendwo in einer Durchfahrt und sollten stehen bleiben – okee?! Andere sollten jedoch scheinbar für deutsche Genauigkeit noch verrückter Parken.

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Die Ausfahrt aus dem Hafen von Wellington und schließlich aus der geschützen Bucht war eine schöne Gelegenheit, sich die Hauptstadt aus einer weiteren Perspektive anzusehen, nachdem wir sie bereits aus den Straßen der Innenstadt und von der Bergstation des Cable Cars betrachten konnten.

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Ein kleiner Leuchtturm markierte das Ende der Nordinsel und wir befanden uns auf der Cook-Strait, welche für ihre Unberechenbarkeit durch starken Wind und hohe Wellen bekannt ist. Bei strahlend blauem Himmel hatten wir jedoch das Glück auf unserer Seite und konnten die Überfahrt in vollen Zügen genießen!

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Das Fährschiff pflügte quasi durch die immer größer werdenden Wellen, ohne dass wir groß etwas vom schon ordentlichen Seegang mitbekamen. Und irgendwann tauchten dann die ersten Anzeichen der beeidruckenden Fjordlandschaft im Norden der Südinsel auf – gleichzeitig mit dem immer kleiner werdenden Südende der Nordinsel. Toller Mittelpunkt der Reise durch Neuseeland – sowohl geografisch als auch zeitlich!

Die Fjorde der MARLBOROUGH SOUNDS sind einfach nur traumhaft – Natur pur! Nur ganz selten taucht mal ein einsames Haus oder eine kleine Fischzucht in einer der vielen kleinen Buchten auf, während die Interislander scheinbar gleitend durch eine der am dünnsten besiedelten Regionen Neuseelands fährt. Und während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand konnten wir einfach nur noch genießen.

Plötzlich und ohne Ankündigung waren wir hinter einer weiteren Kurve in der Bucht von PICTON und liefen in den Hafen ein. Also runter auf unser Deck und nach einigem Warten den Motor starten und über die Rampen raus aus dem Schiff und auf die Straßen von Picton – SÜDINSEL!!

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Wir steuerten auf Grund der nahenden Nacht den WAIKAWA BAY HOLIDAY PARK an und sahen von dort zum ersten Mal den viel gelobten Sternenhimmel über der Südinsel Neuseelands. 🙂 Gute Nacht und bis morgen!

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