#52 Franz Josef Glacier – Ross – Hokitika – Greymouth

Regen, Regen, Regen – Nichts als Regen erwartete uns an diesem Morgen an der Westküste und so war es nicht verwunderlich, dass wir auch den FRANZ JOSEF GLACIER nicht zu Gesicht bekamen. Trotz Regen, Wind und Nebel waren wir möglichst weit an den Gletscher herangefahren, was bedeutet, auf einem Wanderparkplatz zu parken, von welchem mehrere Wege bis zum Fuß des Gletschers führen sollten… oder auch nicht. Durch Schmelzwasser sei der Weg nicht begehbar und deshalb gesperrt. Wir versuchten trotzdem so weit wie möglich dem Wanderweg zu folgen, um wenigstens von Weitem einen Blick auf den Gletscher werfen zu können. Wo hier jemals ein Weg gewesen sein soll ist allerdings fraglich, man kann wohl wirklich nur mit einem Guide oder dem Helikopter zum Gletscher gelangen. Schade, denn durch den tief im Tal hängenden Nebel konnten wir das beeindruckende Naturschauspiel nur erahnen.

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Immerhin, ein türkisblauer Gletscherfluss mitten im Regenwald ist skurill und schön zugleich und so wohl nur in Neuseeland möglich. Durch ebendiesen Regenwald wandernd, versuchten wir unser Glück anschließend von einem höher gelegen Aussichtspunkt, jedoch auch hier ohne Erfolg. Aber wow, was für eine tolle Landschaft!

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Für uns ging es nun aber weiter nach Norden. Durch den dichten Regenwald des Inlandes erreichten wir nach dem Überqueren zahlreicher Flüsse das kleine Goldgräber-Städtchen ROSS. Heute fast schon einer Geisterstadt gleichkommend, muss hier vor etwa 100 Jahren der Goldrausch geherrscht haben. In einem kleinen Informations- und Souvenir-Shop finden sich zahlreiche Bilder und Geschichten über den Ort und die gesamte Region – nett!

Unser nächster kurzer Halt war nach einiger Zeit HOKITIKA, ein kleines Städtchen 40 Kilometer vor GREYMOUTH. Ein Highway, welcher über eine hölzerne Brücke führt, ist selbst für Neuseeland verrückt und dennoch überquert man eine ebensolche kurz vor Hokitika. Komisches Gefühl zusammen mit Schwertransportern voller Baumstämme über Holz zu fahren… 😀 Genauso verrückt sind auf den folgenden Kilometern zwei Kreisverkehre, welche beide genau auf die entlang der Küste verlaufende Eisenbahntrasse gebaut wurden – warum?!

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Brücke über den Taramakau River

Nach dem bislang regnerischsten Tag unserer Reise erreichten wir gegen Abend unser Ziel – GREYMOUTH. Die Stadt selbst ist, wie so viele Orte in Neuseeland, keine städtebauliche Schönheit, aber mit etwa 9.000 Einwohnern auf jeden Fall der am dichtesten besiedelte Flecken Erde an der Westküste. Der KIWI HOLIDAY PARK zwischen Highway und Strand sollte es werden – Hauptsache schnell ins Trockene!

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