#56 Motueka – Farewell Spit – Motueka

Der Tag begann mit dem erneuten Besuch der i-site Motuekas, wo wir uns zu einer Kajak-Tour durch den Abel Tasman Nationalpark am nächsten Morgen anmeldeten. Das Wetter sollte gut werden, also perfekte Bedingungen für einen der schönsten Orte Neuseelands, aber dazu später mehr. Den heutigen Tag wollten wir nutzen, um zur nördlichsten Spitze der Südinsel zu fahren und dort zu wandern. Gesagt getan ging es von Motueka aus, einer langen und sehr kurvigen Straße folgend, über das TAKAKA HILL Gebirge. Echt anstrengend bereitete es uns jedoch auch traumhafte Ausblicke und einen Eindruck von der Schönheit der Tasman-Region.

Lange Zeit entlang der GOLDEN BAY fahrend erreichten wir irgendwann PUPONGA POINT (ABEL HEAD), einem kleinen Ort „at the end of the road“, besser kann man es nicht formulieren. Vom kleinen Parkplatz eines Restaurants aus gingen wir hoch hinauf auf den benachbarten Hügel und konnten dadurch ein fantastisches Rundum-Panorama genießen.

Wow, tolle Aussicht, aber heute leider sehr windig! Bei guter Sicht ist es aber wohl möglich die schneebedeckte Spitze Taranakis am Horizont zu erkennen. Komplett durchgepustet ging es für uns nun aber erstmal zurück zum Auto – Parkplatz und Jacke wechseln, losgewandert!

Wir wählten einen etwa 3-4 Stunden dauernden Weg, welcher uns zuerst über den Strand der Golden Bay führen sollte ehe wir ins Inland abbogen. Nicht wissend was uns noch erwarten sollte fanden wir es hier schon wunderschön!

Für sandigen Untergrund typische, Trockenheit vertragende Pflanzen erwarteten uns nun hier. Aber vor allem die plötzliche Windstille sollten wir uns später noch einmal wünschen, denn die Küste an welcher wir uns befanden gehört zur rauen Tasmansee. Und lag der letzte Strandabschnitt noch in der geschützen Golden Bay, bot der nun folgende überhaupt keinen Schutz vor dem immer stärker werdenden Wind mehr. Immerhin etwas gutes hat dieser aber, so verirrte sich doch kaum eine Wolke an den strahlend blauen Himmel. Wow, was für ein Kontrast!

Doch verlässt man auch noch den letzten Schutz der etwa zehn Meter hohen Dünen, erwartet einen ein unbeschreiblich schöner und windiger Anblick zugleich. Ein riesiger, feiner Sandstrand erstreckte sich vor uns bis zum nördlichen Horizont. Und selbst in die Richtung in welche wir nun eigentlich zurückwandern wollten war kaum ein Ende zu erkennen, geschweige denn war der weitere Weg gekennzeichnet.

Zusammen mit zwei weiteren Wanderern versuchten wir uns also zuerst durch die dichten Lupinen hinter der Düne zu kämpfen, auf der Suche nach der Fortsetzung des Wamderweges – mit mäßigem Erfolg. Und während die beiden sich für den Rückweg auf bekannter Strecke entschieden, versuchten wir unser Glück auf dem Dünenkamm. Besser, zwar vom Strandhafer zerstochen wird man hier wenigstens nicht gesandstrahlt. 😀 Besagter Strandhafer ist hier übrigens nicht heimische, sondern wurde im 19. Jahrhundert aus Europa zur Küstenbefestigung importiert. Der einfach traumhafte Strand machte aber alles zehnmal wett!

Irgendwann war dann doch noch ein versteckter Wegweiser zu finden und so ging es für uns erneut ins Inland, diesmal jedoch über eine Reihe von Hügeln und Schafweiden.

Kurz vor unserem Camper versperrte dann jedoch eine lautstark muhende Kuhherde unseren Weg. Und wenn Kälber anwesend sind ist mit ihren Müttern nicht zu spaßen, was sie uns scheinbar auch verdeutlichen wollten. Nette Kuh, gute Kuh…

Wieder am Auto angekommen und nach einer kurzen Pause war unser nächstes Ziel das nicht weit entfernte CAPE FAREWELL. Den nördlichsten, gut zugänglichen Punkt der Südinsel wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Beeindruckende Steilküste!

Auf dem Rückweg nach Motueka machten wir zudem noch kurz bei einem für Māori sehr wichtigen Ort Station. Die TE WAIKOROPUPŪ SPRINGS oder kurz PUPU SPRINGS genannt, sind für ihr unglaublich klares Wasser bekannt und so konnte hier eine Sicht von 63 Meter unter Wasser nachgewiesen werden. Dies stellt gleichzeitig die zweitgrößte Sichtweite außerhalb der Antarktis dar, nach Rangimairewhenua, dem sogenannten Blue Lake, welcher ebenfalls in Neuseeland liegt. Pro Sekunde werden hier 14.000 Liter Wasser an die Erdoberfläche befördert, womit eine größere Metropole versorgt werden könnte. Für Māori gilt das Wasser jedenfalls als besonders rein und wird daher für traditionelle Anlässe genutzt. Zurecht ist daher die bloße Berührung untersagt. Schön hier!

Erneut über das Takaka Hill Gebirge fahrend erreichten wir abends erschöpft, aber mit der Erinnerung an wunderschöne Orte, Motueka. Gute Nacht!

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