#57 Motueka – Marahau – Abel Tasman – Motueka

Vom FERNWOOD HOLIDAY PARK in Motueka ging es für uns heute zuerst mit einem Shuttlebus nach MARAHAU, dem Ausgangspunkt unserer Kajak- und Wandertour durch den ABEL TASMAN NATIONALPARK. Und ehe man sich versieht sitzt man nach einem kurzen Kennenlernen auf einem Wassertaxi. Die Tatsache, dass sich selbiges zu diesem Zeitpunkt auf einem Bootstrailer befand ist ebenso skurill wie der Trecker, mit welchem dieser Richtung Küste gezogen wurde – mit uns auf dem Boot. Dieses, für Außenstehende völlig verrückt erscheinende Spektakel, kann man in Marahau wohl jeden Morgen und Abend beobachten, immer zu Arbeitsbeginn und -ende. Etwa ein halbes Dutzend Trecker und Boote fahren dabei über die schmale Landstraße und über den Strand bis hinein ins glasklare Wasser. Und jedes Mal wenn man denkt der Trecker müsse jeden Moment in den Wellen des Pazifik versinken, fährt einen der wie immer lockere Kiwi noch weitere zehn Meter hinaus in die See.

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Das Wassertaxi stellte sich jedoch schnell als Speedboot heraus und weniger als gemütliches Ausflugsschiff. Immer entlang der traumhaften Küste, voller kleiner Buchten und zwischen vorgelagerten Inseln hindurch, schienen wir einige Minuten lang über das Wasser zu fliegen. Wow, geniale Landschaft! 🙂

Erst am ONETAHUTI BEACH wurden wir langsamer und legten schließlich an einem teils goldenen, teils weißen Sandstrand an. Wie das glasklare Wasser des Pazifiks hier auf die wunderschöne Bucht des Abel Tasman Nationalparks trifft ist einfach unbeschreiblich! Über die Planke des Wassertaxis ging’s mit nassen, sandigen Füßen direkt zu den bereits auf uns wartenden Kajaks und nach einer kurzen Einführung hinaus auf die See.

Der erste Halt war TONGA ISLAND, wo uns erneut zahlreiche Seebären erwarteten. Aber vom Kajak aus ist es nochmal ein komplett anderes Erlebnis als an einem Strand, Wasserfall oder im Milford Sound, ist man doch fast auf Augenhöhe mit den Kekenos – natürlich mit genügend Abstand um selbige nicht zu stören.

Zurück an der Küste und immer entlang der selbigen paddelnd, erreicht man nach einiger Zeit das Ende der TONGA ROADSTEAD Bucht. Am felsigen FOUL POINT tummeln sich erneut zahlreiche Seebären, von welchen einer besonders neugierig war und uns, nachdem er uns bemerkte, eine halbe Stunde lang begleitete. Immer zwischen und unter den Booten tauchend und schwimmend, wusste er wohl genau, wie man mit Kajakfahrern spielt. Wer von beiden mehr Spaß dabei hatte ist fraglich! 😀 Es soll wohl auch schonmal vorgekommen sein, dass sich ein Kekeno auf einem der Kajaks nieder- und ein Stück weit mitnehmen ließ.

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Direkt im Anschluss erreicht man nun die MOSQUITO BAY, in welcher wir hinter eine kleine Sandbank paddelten und uns schließlich in einem fantastischen glasklaren Becken befanden, umsäumt von der ursprünglichen Natur und dem goldenen Sand unter unserem Boot.

Nach insgesamt zwei Stunden im Kajak, legten wir nun mit größtmöglicher Geschwindigkeit in der BARK BAY an, wo wir es uns bei einem kleinen Picknick gemütlich machten. Super schöne Bucht, tolle Aussicht, einer der schönsten Orte der Welt!

Und nachdem uns unsere Tour-Leiterin auf einen Stingray oder auch Rochen (englisch ausgesprochen äußerst amüsant) aufmerksam gemacht hatte, mussten wir uns leider auch schon auf den Weg machen. Den nachmittäglichen Rückweg wollten wir nämlich wandernd zurücklegen, was sich noch als komplizierter als gedacht herausstellen sollte. Noch einmal den Strand der wunderschönen Bark Bay entlanglaufend erreichten wir so am Ende des selbigen einen Eingang zum ABEL TASMAN COAST TRACK. Dieser ist ein, in seiner gesamten Länge als Great Walk eingestufter, Wanderweg entlang der traumhaften Küste.

Nach der Überwindung der ersten Höhenmeter erreicht man nah 2,4 Kilometern die SWING BRIDGE über den FALLS RIVER. Mitten im Wald, voller Farne und Palme, überquert man hier in einiger Höhe den Fluss auf einer etwa 50 Meter langen Hängebrücke.

Nach weiteren 2,6 Kilometern über das folgende Gebirge folgt man anschließend einem Streckenabschnitt mit atemberaubender Aussicht über die FRENCHMAN BAY. Wow!

Leider gerieten wir nun ordentlich unter Zeitdruck, denn als wir die folgende TORRENT BAY erreichten, mussten wir feststellen, dass die Flut den kürzeren der beiden möglichen Wege zum ANCHORAGE BEACH versperrte und wir so einen einstündigen Umweg in Kauf nehmen mussten. Das wär jedoch kein Problem gewesen, gäbe es da nicht den Abfahrtstermin des letzten Wassertaxis des Tages.

Im Eiltempo ging es also weiter, ohne aber auf die fantastischen Ausblicke zwischen den Farnen hindurch zu verzichten! Sowohl die Aussicht auf die Bucht, als auch der TORRENT RIVER zeigen mal wieder Neuseelands beste Seite.

THE ANCHORAGE – Erleichtert und erschöpft erreichten wir schließlich diesen wunderschönen Strand! Allein das Ende des Weges, welcher sich hier zum Strand hin wie ein Tunnel öffnet, ist alle Anstrengungen wert. Und das folgende Panorama über die gesamte Bucht lässt einen nur noch ungläubig und mit offenem Mund dastehen.

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Und dann bleibt einem doch noch eine halbe Stunde Zeit den Strand und den Abel Tasman Nationalpark zu genießen, ehe man sich mit dem Wassertaxi auf den Rückweg begibt. Erneut ging es so vorbei an der ADELE ISLAND bis in die SANDY BAY nach Marahau. Und da es das letzte Boot des Tages war, wurden wir auch diesmal wieder hinter dem Trecker über die Straßen gezogen – verrückt! Rein in den Shuttlebus und zurück zum Campingplatz nach Motueka. Und nach einem leckeren Essen fällt man anschließend nur noch ins Bett – erschöpft aber glücklich! 🙂

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