#68 Christchurch

Der Boxing Day in Neuseeland verläuft ähnlich wie in anderen Ländern, nur nicht ganz so verrückt. Zwar gibt es auch hier enorme Rabatte in den an diesem Tag geöffneten Geschäften, doch bleiben die meisten Kiwis wohl zu Hause oder halten sich in den Parks und Museen auf. Um aber einmal den alljährlichen Brauch vor allem britisch geprägter Länder mitzuerleben, machten wir uns gegen Mittag erneut zur RE:START MALL auf. Ein paar kleine Souvenirs sollten doch noch zu finden sein, was sich jedoch schwieriger gestaltete als gedacht, war der Kitsch-Anteil doch höher als gedacht.

Nach einer großen Runde durch die Container-Geschäfte wollten wir anschließend aber noch die kulturellen Highlights der Stadt besichtigen. Den Anfang machte dabei die CHRISTCHURCH ART GALLERY – TE PUNA O WAIWHETU, welche erst kurz vor Weihnachten nach jahrelanger Renovierung infolge des Erdbebens wiedereröffnet wurde. In der Zeit nach den Beben war das Museum als Koordinationastelle für Zivilschutzmaßnahmen genutzt worden und bedurfte anschließend ein paar größerer Reparaturen. Heute beheimatet es zahlreiche Kunstwerke der verschiedensten Stile und Epochen, darunter auch erneut einige, von der Māorikultur inspirierte Bilder und Skulpturen. Und auch das modern anmutende Gebäude kann sich durchaus sehen lassen.

Von der Art Gallery ist es anschließend nur ein Katzensprung zum CANTERBURY MUSEUM am Botanischen Garten. Das zwischen 1869 und 1882 gebaute und seitdem regelmäßig erweiterte, renovierte und verstärkte Gebäude beherbergt heute über zwei Millionen Ausstellungsstücke der verschiedensten Themenbereiche. Mitbegründer des Museums war dabei JULIUS VON HAAST, der hochangesehene Naturforscher und Entdecker vieler Pflanzen, Tiere und geologischer Besonderheiten Neuseelands. Um seiner Sammlung gerecht zu werden und darüber hinaus seine Erkenntnisse zu bewahren wurden seinerzeit Spenden gesammelt um den Bau des Museums erst zu ermöglichen. Neben dieser Sammlung bilden die Antarktis-Forschung und die Kultur und Geschichte der Māori den Kern der Ausstellung. Dazu wird aber auch der heutigen Kultur des kulturellen Schmelztiegels Neuseeland Platz gegeben, wie der Leidenschaft der Kiwis einfach alles aus Wellblech zu bauen – und sei es auch mal Kunst.

Gegen Nachmittag machten wir uns, nach einer kleinen Stärkung im Café des Busbahnhofs, noch einmal auf in die South City zum nächstgelegenen Countdown-Supermarkt. Das letzte Mal Einkaufen und Wasserflaschen zurück zum YHA-HOSTEL schleppen. Ein Kiwi versicherte uns einmal, dass nur Touristen ihr Wasser im Supermarkt kaufen würden – stimmt wohl! 😀 Am Hostel angekommen hieß es dann nur noch Kochen und Entspannen nach einem kulturellen wie auch geschäftigen Tag.
Cheers!

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