#1 Auckland / Rangitoto

Unseren ersten richtigen Tag in Neuseeland begannen wir, nach einem kurzen Besuch des Britomart-Viertels, mit einer Bootsfahrt vom Hafen Aucklands zur vorgelagerten Vulkaninsel Rangitoto. Die zehn Kilometer lange Strecke nahm lediglich eine halbe Stunde in Anspruch, samt Zwischenstop in Devonport.

Rangitoto ist mit 600 Jahren eine doch recht junge Insel und ist als Naturschutzgebiet deklariert. Nur ein paar schmale Wanderwege führen die drei Kilometer hinauf zum Kraterrand. Das junge Alter erkennt man auch daran, dass der Name der Insel auf Māori „blutiger Himmel“ bedeutet.

Schon von Beginn an sind wir von der wunderschönen Natur beeindruckt. Das schwarze Vulkangestein, welches mal massiv, mal in kleineren Klumpen überall zu sehen ist, wird nur von tausenden Pflanzen unterbrochen, von denen der Pohutukawa-Baum wohl die schönste ist. Durch seine roten Blüten, welche zudem Ende Dezember in voller Pracht stehen, gilt er als New Zealand Christmas Tree. Hier auf Rangitoto findet man zudem die größte Ansammlung selbiger.

Verlaufen die ersten beiden Drittel des Wegs noch, wie angegeben, stetig aber angenehm bergauf, muss man auf dem letzten Teil schon ganz schön kämpfen. Doch oben angekommen wird man mit einem fantastischen Ausblick auf Rangitotos Nachbarinsel Motutapi Island, Auckland und seine Umgebung belohnt.

Mit 260 Metern Höhe ist Rangitoto der größte der insgesamt 53 Vulkane des Auckland Volcanic Fields. Dabei besteht die Wahrscheinlichkeit von fast 10%, dass wir noch einen Ausbruch erleben werden.

Nach einer kleinen Stärkung ging es auf dem Rückweg zudem noch zu ein paar Lavahölen und teilweise auch hindurch. Hier möchte man ein paar hundert Jahre früher wirklich nicht gewesen sein. Heute jedoch sind sie beeindruckend und schön.

Der anschließende Abstieg verläuft deutlich entspannter und auch schneller und so haben wir noch Zeit ein Stück weit die Küste entlang zu laufen und ein paar traditionelle „Baches“ anzusehen. Traumhafte Lage!

Mit der Fähre erreichen wir, diesmal ohne Halt in Devonport, wieder das Fährterminal Aucklands und legen, nach einem kurzen Abstecher durch den Albert Park und zur Art Gallery (Toi o Tāmaki), eine kurze Pause in unserer Unterkunft ein.

Den Nachmittag verbringen wir mit einem Rundgang durch das sich entwickelnde neue Hafenviertel. Entlang der Auckland Waterfront, vom Ferry Terminal über das Viaduct Basin samt America’s Cup Yachten und über die Te Wero Bridge erreichen wir das Wynyard Quarter. Wo einst Hafenarbeiter Fracht löschten findet man nun Bars und Restaurants, Spielplätze, Büro- und Wohnhäuser. Die vorderste Reihe entlang des Wassers, Entertainment Strip genannt, wurde bereits 2011 zum Rugby World Cup eröffnet. Bis das Viertel komplett fertig ist und die Arbeiten im zweiten Abschnitt starten, werden noch ein paar Jahre vergehen.

Von der Bushaltestelle zwischen Silo Park und „Wind Tree“, einer Skulptur am Jellicoe Square, fahren wir ein paar Stationen bis zum Ponsonby Central im gleichnamigen Viertel. Hier findet man in charmanter Umgebung Shops, Cafés und Restaurants.

Nach dem Essen und einem Einkauf im nahegelegenen Countdown ging es zu Fuß weiter am Western Park entlang und Richtung Innenstadt. Bei der Überquerung des Highways erhält man zudem einen hervorragenden Blick auf den preisgekrönten LightPath (Nelson Street Cycleway / Te Ara I Whiti). Auf einer ausgedienten Straßenbrücke des Central Motorways wurde im Dezember 2015 ein kombinierter Fuß- und Radweg eröffnet, welcher durch seine Farbe irgendwo zwischen pink und lila kaum zu übersehen ist.

Am YMCA, dem Hostel unseres letzten Aufenthalts, vorbei und durch den Myers Park landen wir schließlich wieder am Aotea Square in der Nähe unserer Unterkunft. Genug für den ersten Tag!

2 Gedanken zu “#1 Auckland / Rangitoto

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