#4 Coromandel – Kuaotunu – Hahei (Cathedral Cove)

Der morgendliche Blick aus dem Fenster verhieß eigentlich nichts Gutes, war die Bucht doch komplett vernebelt. Also lieber noch eine Stunde weiterschlafen und beim Aufstehen vom strahlenden Sonnenschein geweckt werden.

Nach dem Frühstück stand zunächst eine kleine Wanderung zu einem alten Kauribaum direkt hinter dem Campingplatz an, ehe wir auf dem Rückweg erneut über die Tucks Bay am Wasser zurück zu unseren Campern gingen.

Nach dem Einkaufen und Tanken in Coromandel ging es anschließend über das nahegelegene Gebirge Richtung Osten. Unsere ersten Zwischenstops heute sollten eigentlich Otama Beach und die benachbarte Opito Bay werden, doch schon kurz hinter dem Abzweig in Kuaotuno veränderte sich die Straße zu einer steilen, kurvigen Gravelroad. Eindeutig zu viel für unsere Mietautos. Etwas enttäuscht wendeten wir und entschlossen uns nur am Kuaotunu Beach zu bleiben. Die Worte „nur“ und „enttäuscht“ wurden jedoch sofort ins Gegenteil verkehrt als wir die Camper direkt am Wasser unter Pohutukawas und neben einem Picknicktisch abstellten. Ein wunderschöner und fast leerer Strand lag vor uns.

Schuhe aus, durch den kleinen Bach waten, welcher sich über den Strand schlängelt und erstmal am Meer entlang die Bucht erkunden. Nach ein paar hundert Metern trifft man auf einen tollen alten Pohutukawa, unter dessen rot blühender Krone man es sich hervorragend im Schatten gemütlich machen kann. Immer mal wieder sieht man dabei Austernfischer und Strandläufer den Sand durchsuchen.

Aufgrund der Uhrzeit und des schönen Ortes machten wir uns zurück am Camper eine leckere Bolognese mit Blick auf den Pazifik, ehe der Himmel langsam zuzog und es auch merklich kühler wurde. Auf nach Hahei!

Das Hahei Holiday Resort kannten wir ebenfalls schon vom letzten Mal und kamen gerne wieder. Einen Stellplatz in erster Reihe und oben auf der Düne hatten wir jedoch beim letzten Mal nicht. So hatten wir einen schönen Ausblick über die Bucht und auf die vorgelagerte Mahurangi Island (Goat Island).

Der angekündigte Regen ließ noch auf sich warten, sodass wir heute noch zur Cathedral Cove wandern konnten. Ein kurzes Stück am Strand entlang, dann über Treppen und steilere Wege hoch auf den Hügel bis zum Touristen-Parkplatz. Der anschließende Weg schockierte uns jedoch. Waren wir vor drei Jahren noch über zwar größtenteils ebene Erd- und Kieswege, aber auch durch schöne ursprüngliche Waldabschnitte gegangen, trafen wir nun auf einen immergleichen geteerten Weg. Möglichst schnell und ohne Anstrengung in Flipflops zum Fotostop an die Cathedral Cove gelangen scheint hier das neue Motto zu sein. Wir hingegen fühlten uns in unseren Wanderschuhen etwas overdressed.

Und auch die Mares Leg Cove, in welcher der Wanderweg endet, wirkte total überfüllt. Dies jedoch war uns aufgrund der Hauptsaison vorher bewusst.
Im Gegensatz zu letztem Mal hatten wir diesmal die Tidenzeiten berücksichtigt und konnten so trockenen Fußes durch den haushohen Felsbogen in die nächste Bucht gelangen – Cathedral Cove. Hierbei kann man sich wirklich fühlen, als würde man durch ein Tor nach Narnia in eine andere Welt wandern.

Am Ende der Bucht machten wir es uns auf ein paar rundgewaschenen Felsen gemütlich und genossen den Blick auf die Bucht, den steinernen Bogen und den im Wasser stehenden Monolithen.

Und umso länger wir warteten, desto mehr leerte sich die Bucht, bis wir am Ende fast allein die Atmosphäre genießen konnten.

Als der Himmel von Westen her immer dunkler wurde, beschlossen wir den Rückweg anzutreten, jedoch ohne Erfolg. Wenige hundert Meter vor dem Campingplatz begann es zu regnen. Schnell noch eine warme Dusche und ab ins Bett.

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