#12 Wellington – Interislander – Picton

Der letzte Tag auf der Südinsel – heute geht es mit der Fähre über die Cook Strait. Jedoch haben wir uns auch diesmal wieder für die Fahrt am Nachmittag entschieden, um noch einmal ein paar Stunden in Wellington zu verbringen. Mit dem Bus geht es diesmal am Bahnhof vorbei direkt bis in die Innenstadt. Wir wollten mit dem Cable Car hoch zum Botanischen Garten fahren, die Aussicht genießen und vielleicht zu Fuß wieder runter in die Stadt gehen. Leider wurden wir durch einen Defekt an der Bahn davon abgehalten – eine Planänderung musste her.

Quer durch die Innenstadt schlendernd, vorbei an zahlreichen Geschäften und nach einem Einkauf bei Kathmandu, landeten wir irgendwie auf dem Te Ngākau Civic Square. Der Platz zwischen Rathaus und Kunstgalerie wird für Veranstaltungen genutzt, während sein Name übersetzt „Das Herz“ heißt – passend für einen Platz mitten in der Stadt. Und mitten über dem Platz hängt die „Ferns“-Kunst von Neil Dawson.

Ein schöner Platz für eine Pause, jedoch nicht so schön wie die benachbarte City To Sea Bridge. Mit einem tollen Blick über den Wellington Harbour vor einem und die Hochhäuser der Stadt im Rücken genießen wir die Sonne und den blauen Himmel.

Nur schwer können wir uns losreißen und schaffen es nur ein paar Meter weiter zum „Kaffee Eis“-Café direkt am Wasser. Super leckeres Eis während man den Ruderern beim Training zusehen kann.

Und wenn man nur einmal um die Ecke geht erreicht man auch schon den Wellington Underground Market, welcher samstags in einem kleinen Parkhaus stattfindet. Lauter regionale Künstler und Händler verkaufen hier ihre Werke.

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Am Wasser entlang ging es für uns anschließend weiter Richtung Te Papa, dem Nationalmuseum Neuseelands.

Über mehrere Etagen verteilt findet man zahlreiche gut gemachte Ausstellungen über die geologische Geschichte sowie die der Besiedlung des Landes. Vor allem die Ausstellung über die Geschichte der Māori ist wirklich sehenswert, darf jedoch aus Respekt nicht fotografiert werden. In einer Pause gönnten wir uns zudem einen Burger im Café und ließen natürlich auch den sehr guten Souvenir-Shop nicht aus.

Da noch Zeit blieb bis zum Ablegen unserer Fähre, beschlossen wir einen weiteren Versuch zu unternehmen, mit dem Cable Car zu fahren. So gingen wir erneut entlang der Waterfront, bogen in die Innenstadt ab und erreichten nach kurzer Zeit die kleine Gasse, an deren Ende sich die Talstation der Bahn befindet.

Und siehe da, sie fuhr wieder. Durch mehrere noch immer kitschig bunt beleuchtete Tunnel, unter Highway-Brücken hindurch und nach Halten an schönen Wohnhäusern und Parks endet die Fahrt mit einem fantastischen Ausblick auf fast 130 Metern Höhe. Wir gehen ein Stück entlang des Wegs unterhalb des Restaurants und genießen den Weitblick bis zur Cook Strait. Kurz besuchen wir noch das kleine Museum der Bahn und warten anschließend auf der Einstiegsseite der Station auf das nächste Cable Car.

Ein paar Minuten müssen wir anschließend noch warten, ehe wir mit dem Bus zurück zum Campingplatz fahren können. Die Autos konnten wir morgens vor dem Platz abstellen und nun von hier den Highway runter zum Hafen nehmen – Check-In: 16 Uhr. Diese Zeit schaffen wir trotz Befürchtungen locker und müssen anschließend noch über eine Stunde darauf warten, auf das Schiff fahren zu dürfen. Zeit zum Tasche Packen, denn nach dem Abstellen des Motors auf der Fähre muss man sein Auto sofort verlassen und sich auf das Passagierdeck begeben.

Um halb sechs legt die Kaiarahi dann schließlich ab, genau 1125 Tage nach unserer letzten Fahrt mit der selben Fähre. Quer durch den Wellington Harbour schleicht sie eher los Richtung offene See, wobei man so noch lange die Skyline Wellingtons und die vielen kleinen Vororte der Hauptstadt beobachten kann. Und während wir an der Miramar-Halbinsel vorbeischleichen und uns das Gegenschiff passiert, starten über uns die Flugzeuge der Air New Zealand vom hinter dem Hügel liegenden Flughafen.

Erst in der Fitzroy Bay nimmt die Kaiarahi langsam Fahrt auf und steuert raus in die für ihre Verhältnisse glatte Cook Strait. Glück gehabt, gehört sie doch zu den stürmischsten Gewässern der Erde. Das tolle Wetter lässt es anschließend in der Mitte des Seewegs zu, sowohl die immer kleiner werdende Nordinsel, als auch die vor uns auftauchenden Hügel der Südinsel zu bewundern. Der extrem starke Wind auf einer Seite des Schiffs ist jedoch nicht zu unterschätzen.

Die Marlborough Sounds mit ihren grünen Hügelketten sind, wie schon beim letzten Mal, einfach nur traumhaft schön, wenn man sie von Norden kommend erreicht.

Über eine Stunde lang fährt man anschließend durch den Tory Channel / Kura Te Au und den Queen Charlotte Sound / Tōtaranui, immer mit einem schönen Ausblick nach dem anderen. Wie es wohl sein muss, eines der kleinen Häuschen zu bewohnen, welche immer mal wieder ein einer der einsamen Buchten zu finden sind. Ich denke, man würde sich wohl etwa 26 mal am Tag beobachtet fühlen. Um nicht auch dazuzugehören, tauschen wir für kurze Zeit unseren Platz an der Reling gegen einen im Bordrestaurant. Ein Müsli, Sandwich und Windschutz können bestimmt nicht schaden, ehe wir wieder rausgehen.

Und nach circa dreieinhalb Stunden biegen wir hinter der Waikawa Bay links ab und laufen im Sonnenuntergang in Picton ein.

Unser Campingplatz, der Picton TOP 10 Holiday Park, ist nicht weit entfernt auf der anderen Seite der Bucht gelegen, jedoch die Rezeption jetzt total überlaufen. Wen wundert es, wenn doch gerade eine ganze Fährladung neuer Gäste angelandet ist. Wir bekommen irgendwann trotzdem einen schönen Platz zugewiesen und beenden den Tag mit einem schönen kleinen Rundgang durch den Ort. Einmal quer über die Straße befindet man sich schon im Yachthafen Pictons unter dessen Brücke wir zudem einen Rochen beobachten können. Dieser sei hier des öfteren anzutreffen wie uns ein Kiwi von seinem Boot zuruft.

Wir gehen weiter bis zum kleinen Park direkt am Wasser und beobachten noch einen Moment die hell erleuchtete Kaiarahi und schlendern einmal die High Street hoch, ehe wir wieder zurück zum Campingplatz gehen – ein langer, aber schöner Tag!

Dezember 2018

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