#15 Kaiteriteri – Golden Bay / Parapara

Nach zwei Nächten in Kaiteriteri geht es heute weiter nach Norden. Auf der Route über das Takaka Hill Gebirge wird einem mal wieder bewusst, dass Neuseeland ständig unter dem Einfluss der Naturgewalten steht. Vor nicht allzu langer Zeit hatten heftige Regenfälle zu zahlreichen Hangrutschen auf der Südseite des Gebirges geführt. Und so sind auf unserem Weg größere Strecken nur einspurig zu befahren und wir können immer mal wieder steil die Hänge runtersehen, wo vorher noch dichter Wald gewesen war. Auf knapp 800 Metern Höhe erreicht man schließlich den höchsten Punkt der Straße, ehe es mit teils spektakulärer Aussicht wieder hinab Richtung Upper Takaka geht. Die restliche Strecke bis zum Golden Bay Holiday Park in Parapara ist nun eher landwirtschaftlich geprägt und durch seine flachen, geraden Straßen zur Abwechslung schneller zu befahren.

Was sich schon morgens angedeutet hatte, wird jetzt eher noch mehr – Regen, Regen, Regen. Dazu kommt, dass der Strand, welcher direkt am Campground liegen sollte, schlicht nicht vorhanden war. Raue Brandung greift hier immer mehr die notdürftig gesicherte Küste an. Der ganze Platz kommt uns zudem irgendwie merkwürdig vor.

In Ermangelung von Alternativen ziehen wir das Abendessen vor, Waschen zudem und schreiben Blogeinträge, ehe der Himmel gegen Abend doch noch aufklart und wir uns noch einmal zum Wasser begeben können. Und siehe da, der Strand ist lang und breit, wie es uns vorher versprochen wurde. Es stellt sich raus, dass die Flut heute morgen ihren absoluten Höchststand des Jahres erreicht hatte. Nun lädt der Strand jedoch zu einem schönen Abendspaziergang ein.

Farne und Bäume wachsen bis zum Strand, Austernfischer fliegen tief und die Luft wird immer klarer, sodass wir fast die gesamte Golden Bay überblicken können. Und auch die Kiwis selbst scheinen den Abend noch nutzen zu wollen. Von ihren hinter dem Strand liegenden Häusern kommen sie mit Hund, SUP und Grill zum Wasser. Wir hingegen begnügen uns mit der Suche nach außergewöhnlichen Muscheln und Steinen. Und als langsam die Sonne untergeht, wird der ganze Strand in ein tolles Licht getaucht.

Dezember 2018

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