#20 Wanaka

Wir werden von der Wärme im Auto geweckt. Und während die ersten Camper schon aufbrechen, genießen wir es, nicht um zehn Uhr den Platz verlassen zu müssen. Stattdessen frühstücken wir in aller Ruhe und nutzen die tollen Duschen, ehe wir uns auf den Weg in die Stadt machen.

20181230_102143

Natürlich kann man Wanaka nicht besuchen ohne „That Wanaka Tree“ gesehen zu haben. Der vielleicht meistfotografierteste Baum der Welt gehört zwar gerade deswegen nicht zu unseren Must-Dos und wir hatten ihn bei unserem ersten Besuch der Stadt auch erfolgreich ignoriert, doch auch wir müssen zugeben, dass er einfach wunderschön am Ufer des Sees steht. Hellgrüne Blätter, glasklares Wasser, feiner Kies und im Hintergrund die Gipfel der Südalpen – sehr idyllisch!

Weiter geht es mit dem Camper Richtung Innenstadt. Zum Glück sind wir nur mit einem Auto gefahren, finden wir doch auch so nur schwer einen freien Parkplatz im kurz vor Silvester gut gefüllten Wanaka. Nach einiger Zeit der Suche können wir unser Spaceship jedoch direkt am Park abstellen und eine kleine Runde durch diesen und über den hier stattfindenden Markt gehen. Neben einigen Kunsthandwerk-Ständen genießen wir vor allem sehr leckere gefüllte Teigtaschen. Und während wir essen, schlendern wir ein wenig durch die netten Geschäfte der Stadt am See, ehe wir uns in einem kleinen Supermarkt Eis und Salate kaufen und diese am Ufer des Lake Wanaka unter einem Baum gemütlich zu uns nehmen. Dabei werden wir von immer mehr Vögeln beobachtet, die sich wohl auch etwas Leckeres erhoffen. Und sind die kleinen Spatzen noch ganz knuffig, werden die Entenpaare schon frecher und schleichen sich hinterrücks an. Als dann auch noch eine Möwe nach der anderen in unserer näheren Umgebung landet, sie untereinander um den besten Platz streiten und teilweise kleinere Flüge in unsere Richtung vornehmen, beschließen wir aufzubrechen und zurück zum Auto zu gehen.

Wir fahren nur ein paar Hundert Meter bis zu einem Parkplatz direkt am See unter den dortigen Bäumen und erneut in die Nähe des „That Wanaka Trees“. Diesmal gehen wir jedoch ein Stück weiter eine Treppe den Hang hoch und treffen hier auf den Wanaka Station Park und hinter einer kleinen Rosenallee auf ein paar Redwoods. Wir setzen uns auf eine Bank und beobachten die Natur und ein paar fußballspielende Kinder – im Deutschlandtrikot. Nach einiger Zeit kommen wir irgendwie mit ihrem neuseeländischen Großvater ins Gespräche und erfahren, dass seine Tochter wohl in Hamburg lebt. Die Welt ist klein! Und Kiwis wie immer offen und freundlich!

Wir verabschieden uns und gehen zurück zum See, wo ein Rad- und Wanderweg dem Ufer für einige Kilometer folgt. Rechts die Roys Bay des Lake Wanaka und sein kieseliges Ufer, links Hotels und Wohnhäuser mit fantastischer Aussicht und über einem die hohe Pappelallee. Eine halbe Stunde gehen wir so bis zu einem Weingut und anschließend den gleichen Weg zurück. Ein paar Tropfen fallen mittlerweile vom Himmel und stärkere Windböen wirbeln den sandigen Weg auf. Dabei bleibt es aber zum Glück.

Zurück am Campingplatz – erneut der Wanaka Kiwi Holiday Park – kochen und essen wir in der Gemeinschaftsküche und lassen so den Tag ausklingen. Und nur eins kann einen vom Schlafengehen abhalten. Man kommt vom Waschhaus zurück und versucht die Seitentür des Spaceships zu öffnen, ärgert sich, dass diese abgeschlossen ist, versucht es erneut um dann festzustellen, dass man am falschen Auto rüttelt. Entschuldigung an die bereits schlafenden Nachbarn! Nachts sind alle Spaceships gleich.

Dezember 2018

Ein Gedanke zu “#20 Wanaka

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s