#24a Banks Peninsula – Sumner Beach – Christchurch

Die letzte Nacht im Camper endet durch direkt vor dem Fenster vorbeilaufende Mitcamper, welche sich zudem nicht gerade leise unterhalten. Im ersten Moment ärgerlich, doch werde ich dies schon einen Tag später in unserem AirBnB vermissen. Camping ist doch was schönes! Ein letztes Mal frühstücken wir, wie wir es so oft schon in Neuseeland getan haben, entweder am Campingtisch vor dem Spaceship oder direkt auf dem Armaturenbrett, welches wir seit unserem ersten Aufenthalt sowieso nur noch dashboard nennen. Anschließend waschen wir noch schnell die Bettwäsche, spülen und packen die letzten Sachen in unsere Taschen. Schweren Herzens verlassen wir Duvauchelle. Hier könnte man auch sehr gut länger bleiben!

Den heutigen Tag wollen wir mit unseren Autos noch ausnutzen, ehe wir sie am Nachmittag abgeben müssen. Und so nehmen wir den SH75 Richtung Christchurch, biegen jedoch vor dem Stadtzentrum ab und fahren bis nach Sumner Beach. Kurz vor dem Ziel sieht man dabei noch teilweise die beim Erdbeben 2011 abgerutschten und nun gesicherten Hänge. In Sumner selbst finden wir dann eine wirklich nette Atmosphäre vor. Im Vergleich zu Akaroa, aber vor allem zu anderen abgelegenen Stränden, ist Sumner Beach jedoch eindeutig ein Touristenort.

Viele (Ferien-)Häuser der Kiwis liegen dabei direkt am Meer und an den umliegenden Hängen, was bestimmt bei Erdbeben oder Tsunamis nicht gerade ungefährlich ist. Auch die Tsunamischutzmauer hinter dem Strand lässt nichts gutes vermuten. Wir können diesen Umstand jedoch schnell vergessen und gehen ein wenig über den Strand und essen ein leckeres Eis. Hatten wir nicht beim ersten Mal in Neuseeland noch Probleme überhaupt Eis zu finden?

Anschließend gehen wir einmal durch eine Höhle unter dem markanten Cave Rock / Tuawera, welche gerade für Modelaufnahmen genutzt wird. Wir klettern lieber rauf auf den Felsen und erhalten so einen tollen Weitblick über die gesamte Bucht. Dabei ist es hier auch noch deutlich ruhiger als unten am Strand.

Beim Hinabsteigen finden wir zudem noch einen bunt bemalten Stein im Hundertwasser-Stil. Auf der Rückseite steht, dass man ein Foto im Internet posten solle. Erst zurück in Deutschland finden wir die dazugehörige Facebook-Gruppe und erfahren so, dass diese Steine versteckt werden und derjenige sie behalten darf, der sie findet. Schade, aber so kann sich noch jemand über diesen Fund freuen.

Von dort aus gehen wir über den Strand zurück Richtung Auto, gehen teilweise noch ein letztes Mal schwimmen und picknicken anschließend noch ein paar Reste im Schatten eines Baumes an den Parkplätzen hinter der Düne. Ein Kiwi-Paar wünscht uns im Vorbeigehen noch guten Appetit und meint, dass wir mit diesem Platz eine sehr gute Wahl getroffen hätten. So sitzen wir auch noch eine Weile auf der kleinen Mauer, ehe wir uns auf den Weg in die Innenstadt machen.

Ohne Probleme finden wir den Weg und einen Parkplatz direkt neben der Cathedral Junction. Passenderweise möchte gerade jemand wegfahren und schenkt uns sein Ticket. Mal wieder ein netter Kiwi! Wir brauchen also nur noch für ein Auto bezahlen – dachten wir. Die nicht mehr vorhandene Klappe vor dem Parkscheinfach am Automaten war mir nicht aufgefallen uns so werfe ich ganz normal ein paar Dollar ein. Der Parkschein wird gedruckt, ich greife danach… und ins Leere. Ein Bruchteil einer Sekunde bevor ich zugreifen kann hebt das Ticket ab und landet ein paar Meter weiter auf dem Boden. Und wieder der Griff ins Leere, denn der Parkschein hebt erneut ab und dreht einige Pirouetten in der Luft. Ein letzter Versuch ihn einzufangen misslingt natürlich erneut bevor es endgültig Geschwindigkeit aufnimmt und davonschießt. Geschenkt, gekauft, geflogen und erneut gekauft, so schnell kann’s gehen. So haben wir wenigstens was zu lachen als wir unsere Taschen einmal um das Gebäude schleppen. Unser AirBnB für die letzten beiden Nächte liegt nämlich direkt in der Cathedral Junction. Wir kommen problemlos rein und können uns direkt über den Ausblick aus den vielen Fenstern und vom Minibalkon auf die Umgebung freuen. Unter uns das Glasdach der Cathedral Junction und Richtung Norden die wunderschöne New Regent Street im Spanischen Kolonialstil.

Einmal müssen wir noch gehen, um alles in die Wohnung zu schaffen und machen uns anschließend mit den Campern auf Richtung Flughafen. Hier halten wir noch einmal um zu tanken und fahren durch die Waschanlage. Ein paar hundert Meter weiter heißt es dann Abschied nehmen von der grünen Schuckelkiste und Jabba the Hutt – schön war’s!

Die Übergabe klappt absolut reibungslos, was aber auch selbstverständlich ist, kommt die nette Mitarbeiterin bei Spaceship doch aus dem Sauerland. Backpacker überall! Das von ihr während des Checks bestellte Taxi kommt genau als alles erledigt und der Kaffee ausgtrunken ist. Ein letztes kurzes Stück über den SH1 bis zur Memorial Gateway Bridge und dann zurück in die Stadt. Am Hagley Park vorbei und direkt bis zu einem kleinen Platz zwischen der Kathedrale und der Cathedral Junction. Näher im Zentrum Christchurchs kann man eigentlich gar nicht übernachten.

Jetzt sind wir jedoch ersteinmal K.O. und genehmigen uns eine Pause mit Blick auf die Stadt. Mittlerweile ist es nachmittags und wir haben noch vor, die Stadt ein wenig zu erkunden. Denn obwohl wir erst vor wenigen Jahren hier waren, kam uns Christchurch auf den ersten Blick eher unbekannt vor. Der Wiederaufbau und die damit verbundene stetige Veränderung geht immer schneller voran. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

Cheers!

Januar 2019

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