#25 Christchurch (Rundgang Teil 2)

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Letzter Tag in Neuseeland! Morgen müssen wir tatsächlich schon wieder zurück nach Hause. Den heutigen Tag wollen wir aber noch einmal nutzen und genießen. Ein paar nette Ecken hat Christchurch schließlich noch zu bieten. Wie schon gestern verlassen wir die Cathedral Junction über den Nordausgang, folgen diesmal jedoch nicht der New Regent Street sondern gehen entlang der Gloucester Street nach Westen. Praktisch, dass sich die Straßen Christchurchs an den Himmelsrichtungen orientieren.

Den Gap Filler Dance-O-Mat, eine umgebaute Waschmaschine, die auf Wunsch die Musik eines Smartphones abspielt, lassen wir rechts liegen, denn unser erstes Ziel heute soll die gerade erst eröffnete Tūranga Bücherei werden. Direkt am Cathedral Square gelegen, schimmert die Metallfassade dabei wie ein goldener Vorhang. Ein tolles neues Gebäude im Herzen der Stadt.

Das Innere der Bücherei steht seiner Hülle dabei in nichts nach. Wir werden direkt von einem mehrere Meter langen Touchscreen empfangen. Auf der sogenannten Discovery Wall lassen sich zahlreiche aktuelle und historische Orte und Fakten rund um Christchurch erkunden.

Und wenn man dieser schließlich den Rücken zudreht, steht man vor einem beeindruckenden Treppenhaus, welches die fünf Ebenen miteinander verbindet.

Nach und nach erkunden wir so die einzelnen Etagen. Angefangen in der wirklich gut gemachten Kinder- und Jugendabteilung, samt Lego- und Playstation Ecken und einem großen Spielhaus auf der ersten Etage. Dazu ein mit Māori-Ornamenten verzierter Vortragsraum und ein kurzer Snack im kleinen Café. Tolle Etage.

Im nächsten Stockwerk warten Bücher zu Kunst, Kultur und Geschichte der Māori, sowie alltägliche Bücher, welche ins Te Reo Māori übersetzt wurden.

Die letzten zwei Geschosse beinhalten die üblichen aktuellen Bücher. Dabei gibt es sogar eine relativ große Abteilung deutschsprachiger Literatur. Das eigentliche Hightlight der Etagen sind jedoch zum einen die große Fensterfront am Kopf des Gebäudes sowie die beiden Dachterrassen, von welchen man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat.

Genau dorthin wollen wir nun auch wieder zurück. Über die kreuz und quer verlaufenden Treppen landen wir wieder im Erdgeschoss, wo wir sogar noch ein zweites Café finden. Dieses lassen wir jedoch aus und verlassen Tūranga. Direkt gegenüber der Bücherei entsteht dabei aktuell das neue Te Pae Kongresszentrum. Christchurch entwickelt sich in Zukunft zu einem Mekka der Architektur. Dabei wird die Moderne oft mit der Tradition der Māori kombiniert.

Wir wechseln die Straßenseite zum Cathedral Square, wo gerade die Aufräumarbeiten zum langsam anrollenden Wiederaufbau der Kathedrale beginnen, auf dessen Fertigstellung wir uns schon jetzt freuen. Und wie so oft in Neuseeland und vor allem in Christchurch, sind auch hier die Bauzäune kunstvoll verziert.

Vorbei an einem bekannten Wahrzeichen der Stadt, der Skulptur „The Chalice“, gehen wir über die High Street bis zum ersten H&M Neuseelands. Hier biegen wir in die Cashel Street ein, welche als „City Mall“ die Shopping-Fußgängerzone der Stadt bildet.

Verrückt – ein Großteil der Gebäude stand hier bei unserem letzten Besuch noch nicht oder war im Bau. So auch die gerade eröffnende „The Crossing“-Mall.

Natürlich besuchen wir auch ein paar der Geschäfte, wie die australische „Country Road“ oder dem in Christchurch lang eingesessenen Ballantynes, um anschließend die Lichfield Street zu überqueren und im Hoyts Kino bei der Infinito-Pizzeria leckere Salate und Pizzabrot zu essen.

Gestärkt geht es zurück zur City Mall. Das Wort E-Scooter war zu dieser Zeit in Deutschland noch eher unbekannt. Wie schon nach Auckland, ist der Trend jedoch auch hierhin geschwappt. Und diesmal nutzen wir die Chance und testen die grünen Zweiräder aus Kalifornien. Super lustig, jedoch auch gewöhnungsbedürftig. Gerade bei Tramschienen sollte man aufpassen.

Nachdem alle mal gefahren sind, gehen wir in einen Innenhof, welchen ich schon länger auf dem Zettel hatte – und zwar auf den Cashel Square im BNZ Centre. Zig bunte Lamellen lassen das Bankgebäude in allen Farben erstrahlen.

Bei unserer letzten Reise hatten wir uns zudem in eine kleine Buchhandlung in der damaligen Re:Start Mall verliebt. Diese hat nun hier ihren neuen Platz gefunden und bietet jetzt sogar noch mehr Auswahl. Toll!

Nachdem wir noch einige Zeit auf den Sitzsäcken im Hof gesessen haben, geht es nun wieder raus und direkt gegenüber durch die Gassen des Guthrey Centres. Hier stand vor ein paar Monaten noch ein Teil der Re:Start Mall. Und bald können auch hier viele neue Geschäfte einziehen. Die Stadt wird endlich wiederbelebt.

An einem Ende dieser Mall stoßen wir an der Plymouth Lane dann doch noch auf den ersten Mieter des Gebäudekomplexes, um anschließend erneut entlang eines schön verzierten Bauzauns zurück zur Cashel Street zu gelangen.

Vorbei an Neubauten und Baustellen treffen wir am Ende der Straße, wie schon gestern, auf die Bridge of Remembrance. Hier biegen wir ab und folgen dem Avon River erneut entlang der „The Terrace“-Gebäude und Sitztreppen bis wir auf eine weitere der dreizehn Ngā Whāriki Manaaki / Woven Mats of Welcome treffen. Wirklich eine schöne Idee auf der City Promenade.

Am alten „Our City O-Tautahi / The Old Municipal Chambers“-Gebäude, welches noch genauso verfallen dasteht wie vor ein paar Jahren, verlassen wir die Innenstadt und überqueren die Worcester Street Bridge Richtung Westen. Vorbei an der Christchurch Art Gallery / Te Puna o Waiwhetū und dem City Council erreichen wir ziemlich schnell unser nächstes Ziel. Die Woodcraft Gallery kennen wir noch vom letzten Mal und bietet zahlreiche Handwerksprodukte aus einheimischen Hölzern wie Rimu oder Kauri.

Nachdem wir erneut einiges gefunden und uns auch einige Nachbarhäuser angesehen haben, wechseln wir die Straßenseite und betreten das Arts Centre / Te Matatiki Toi Ora, welches ebenfalls frisch renoviert und erdbebengesichert wurde. Wow – schöne Fassaden, tolle Räume und ein gemütlicher Innenhof.

Unter einer Arkade finden wir zudem den exakten Zwilling der „Stay“-Skulptur, welche wir vor drei Jahren im Avon River entdeckt haben. Kurz nach unserem Aufenthalt wurde diese hier platziert.

Wir verlassen das Arts Centre durch einen anderen Ausgang und müssen nur noch die Rolleston Avenue überqueren um zum Canterbury Museum zu gelangen. Hier gehen wir jedoch nur einmal kurz durch den Souvenirshop, denn unser eigentliches Ziel ist der direkt daneben liegende Botanische Garten.

Hier führt unser Weg zunächst entlang zahlreicher alter Bäume und bunt blühender Sträucher bis zum, von Kate und William eröffneten, Visitor Centre. Ein tolles Gebäude, welches ein Gewächshaus, Informations- und Vortragsräume sowie ein Café umfasst.

Am Cuningham House vorbei gehen wir anschließend durch den schönen Wassergarten des Parks, samt der kleinen Brücke über einen Teich. Ein schöner Ort um sich noch einmal zu entspannen, bevor es am nächsten Tag auf den langen Heimweg geht.

Direkt an den Wassergarten schließt der Neuseelandgarten an, welcher viele der uns aus dem ganzen Land bekannten Pflanzen zeigt. Noch einmal Neuseelands Natur im Kleinformat. Besonders die Farne haben es uns natürlich angetan.

Im Rosengarten werden anschließend Erinnerungen wach, hatten wir hier doch 2015 an Heiligabend Geschenke ausgetauscht. Ein schöner Ort mit einer gemütlichen Bank.

So langsam müssen wir jedoch den Rückweg zu unserem AirBnB antreten. Im Schatten der Bäume des Archery Lawn gehen wir quer über die Wiese zurück zum Ausgang am Canterbury Museum und von dort über den Worcester Boulevard wieder Richtung Innenstadt.

Die i-Site direkt neben dem Arts Centre können wir dann aber doch nicht auslassen und gehen einmal durch das schön renovierte Gebäude.

Weiter die Straße runter überqueren wir erneut den Avon River und gehen an der Kathedrale und der Tūranga Library vorbei bis zur Cathedral Junction wo wir den zweiten Teil unseres Rundgangs an einem letzten Graffiti beenden.

Für uns heißt es jetzt noch Aufräumen und Taschenpacken, ehe wir abends noch einmal aufbrechen und für eine Pizza ins Hoyts Kino zurückkehren. Lecker! Anschließend werden noch die letzten Postkarten geschrieben, bevor wir ins Bett fallen. Ein schöner letzter Tag am anderen Ende der Welt. Morgen geht unser Flieger in aller Frühe zurück nach Hause.

Cheers!

Januar 2019

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